Low Carb – wenig Kohlenhydrate – ist eine Diätform, die Anfang der 1970er Jahre in den USA entstand, mittlerweile aber auch in Deutschland sehr populär ist. Nicht von Fett werden wir dick, sondern von Zucker! Das ist die Grundthese dieser Ernährungsweise, deren bekannteste Vertreter die Atkins-Diät und South-Beach-Diät sind. Deshalb ist das Prinzip einer Low Carb-Diät, die Aufnahme an Kohlenhydraten bei gleich bleibender Menge an Eiweißen und Fetten auf ein Minimum einzuschränken, um das Körpergewicht zu reduzieren. Kohlenhydrate verstärken im Körper die Ausschüttung von Insulin, um den Blutzucker-Spiegel zu senken. Dieses wird unter anderem dadurch erreicht, dass Körperfett angelagert wird. Außerdem vermuten Vertreter der Low Carb-Methode, dass durch einen hohen Blutzuckerspiegel die Energieversorgung des Körpers gesichert ist, sodass keine Fettreserven abgebaut werden müssen. Durch eine kohlenhydratarme Diät soll genau dieser Abbau stimuliert werden. Die verschiedenen Low Carb-Diäten unterscheiden sich teilweise in ihrer Zusammensetzung. Die ursprünglichste ist die Atkins-Diät, bei der zumindest in der Anfangsphase fast vollkommen auf Kohlenhydrate verzichtet wird, Fette und Eiweiße sind ohne Einschränkungen erlaubt. Auch bei der South-Beach-Diät sind Fette in unbegrenzter Menge erlaubt, jedoch wird hierbei zwischen guten und schlechten Fetten unterschieden. Pflanzliche Fette sind erlaubt, doch tierische Fette sind verboten. Eine Ausnahme bilden nur Fischfette. In späteren Phasen dieser Low Carb-Diät dürfen bestimmte Kohlenhydrate zu sich genommen werden. Die ebenfalls immer bekannter werdende Glyx-Diät und LOGI-Methode sind Abwandlungen der ursprünglichen Low Carb-Diät. Beide nutzen den so genannten glykämischen Index, der angibt, wie schnell ein Kohlenhydrat den Blutzuckerspiegel erhöht. Bei beiden Diätformen sind daher Zucker nicht komplett verboten.